Pastor, der zur Fastenzeit auf Medien verzichtet, wundert sich über seine leere Kirche!

Iurii Stepanowa, Nomad_Soul (shutterstock.com)

Coburg (tl) – Der Coburger Pastor Heiko Witt wollte dieses Jahr einen großen Schritt des Glaubens wagen. Seit Beginn der Fastenzeit verzichtet er auf sämtliche Medien, um die zugewonnene Zeit in Ruhe und im Gebet zu verbringen.

„Kein Internet, kein Handy, kein Radio, keine Zeitungen“, zählt Pastor Witt an seinen Fingern ab. „Nix, gar nichts. Dieses Jahr wollte ich zur Fastenzeit keine halben Sachen machen. Das ist mein ganz persönlicher Medienshutdown. Keine Infos oder Einflüsse aus der Welt, keine Ablenkung mehr. Nur noch Gott und ich bei mir Zuhause.“

Während zu Beginn der Fastenzeit die Gottesdienste von Heiko Witt noch gut besucht waren, brachen auf einen Schlag die Besucherzahlen ein. Pastor Witt fährt sich durchs Haar. „Für mich ist das immer noch unverständlich. Ich hatte noch nie so machtvoll gepredigt, wie zu dieser Zeit. Klar, durch meine intensivere Gottesdienstvorbereitung ohne jegliche weltliche Ablenkung stand ich geistlich voll im Saft! Und Fasten bringt ja auch immer Frucht, dachte ich mir. Aber plötzlich kam keiner mehr!“

Trotz der großen Unsicherheit hielt Pastor Witt im festen Glauben an seiner Fastenentscheidung fest. „Der erste Impuls ist ja immer zu googeln. Aber nein, Fastenzeit ist Fastenzeit. Erst dachte ich selbstverständlich an die Entrückung. Aber ICH bin ja noch da. Und beim Einkaufen hatte ich immer wieder Mitglieder aus meiner Gemeinde gesehen. Irgendwie sind die aber immer von mir weggelaufen, wenn ich bis auf 2 Meter an sie rankam. Komisch. Okay, und wenn Entrückung, dann ist irgendwas schief gelaufen. Als wären Toilettenpapier, Seife, Nudeln und Mehl statt der Christen in den Himmel entrückt worden.“ 

Nun freut sich Heiko Witt auf das bevorstehende Ende der Fastenzeit. „Erstmal checke ich die Bundesliga-Ergebnisse der letzten Wochen. Und vielleicht gibt es ja was spannendes in den Nachrichten.“

 

 

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