Düsseldorf (tl) – Oh jecker Schreck! Ein frisch zugezogener Neu-Düsseldorfer verwechselte im jecken Treiben fatalerweise eine Karnevalssitzung mit einem Lobpreiskonzert.
TheoLeaks kennt die Hintergründe: Der noch nicht ortskundige Bayer Oskar Neval wollte eigentlich das Lobpreiskonzert des CZD (Christliches Zentrum Düsseldorf) besuchen. Eine bajuwarisch vernuschelte Siri-Anfrage führte ihn jedoch zur Karnevalssitzung des KCD (Karneval-Club-Düsseldorf).
„Ja okay, der ganze Style war schon extrem. Andere Bundesländer, andere Sitten. So sind halt die Preußen beim Preisen, dachte ich mir.“ Oskar fährt sich durchs Haar. „Aber das erste Lied hat mich halt direkt total gepackt und sofort in den Lobpreis-Modus gebracht. ‚Die Hände zum Himmel, kommt lasst uns fröhlich sein.‘ Na ja, so ein Text ohne Könige, Löwen, Hirschen oder Lämmer war für mich erstmal gewöhnungsbedürftig. Noch nicht mal Blut! Aber inhaltlich hat mich das genauso abgeholt, wie die Lobpreis-Songs aus meiner Heimatgemeinde. Blick nach oben und fröhlich frohlocken. Und diese mitreißenden Melodien und die tolle Gemeinschaft. Hier bin ich richtig, dachte ich mir. Auch das zweite Lied war total deep: ‚Nimm dir e Hätz un sing, Halleluja, Halleluhja, Halleluuhja, Haahlleeluhja!‘“
Der schusselige Neu-Rheinländer saß fast bis zum Ende der Karnevalssitzung dem irren Irrtum auf. „Ich weiß, ich hätte schon früher darauf kommen können. Die Message in Reimform war sehr ungewöhnlich und jetzt wirklich kein Schwarzbrot. Und bei vielen Liedern hab ich nur noch Kauderwelsch verstanden. Da dachte ich mir noch nicht viel dabei. Die singen halt zwischendurch in Sprachen. Aber die vielen Priester und Nonnen waren im Nachhinein schon komisch. Hier wird Ökumene richtig gelebt, dachte ich mir erst. Okay, dass so viele bunte unterschiedliche Menschen in einer Kirche zusammen kommen, hätte mich eigentlich sofort stutzig machen müssen. Und manche krasse Outfits hätten in meiner Heimatgemeinde direkt zu einem Gemeindezucht-Verfahren geführt.“
Erst als beim vermeintlichen Abendmahl Altbier gereicht wurde, kamen ihm starke Zweifel. „Da dachte ich, mir fliegen gleich die Löcher aus dem Käse!“ Oskar huscht ein Lächeln übers Gesicht. „Erst hab ich mich wirklich erschrocken, aber eigentlich hatte ich doch echte ne gute Zeit. Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen … oder den Dom in Kölle.“
Bernhard Olpen sagt:
Herrlich. Richtig guter Humor. Daniel Plass (Tagebuch eines frommen Chaoten) 2.0. ? Pastor Bernhard / CZD
Francesco sagt:
et is noch immer allet jut jeangen