Mitglied, Ohneglied? Frauenbeauftragte verzweifelt an Genderschreibweise!

Kues (shutterstock.com)

Münster (tl) – Eine besondere Herausforderung meisterte kürzlich die Frauenbeauftrage der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde bei der gendergerechten Anpassung der Gemeindeunterlagen. Laut Gudrun Tenrumohne schlossen Kirchen in der Vergangenheit durch die „Mitgliedschaft“ formal alle Menschen aus die „im Schritt anders aufgestellt sind als es klassischerweise bei Männern der Fall ist“.

„Es war ein letzter konsequenter Schritt in die richtige Richtung“, erläutert die Frauenbeauftragte gegenüber TheoLeaks. „Der Begriff ‚Mitgliedschaft‘ bringt einfach einen Haufen sprachlicher Probleme mit sich.“ Tenrumohne fährt sich durchs Haar. „Es war der Horror, wenn wir früher versuchten, unsere ‚Mitglieder‘-Statistiken gendergerecht zu präsentieren. Das klang dann so: ‚Die Mitgliederinnen sind hauptsächlich männlich.‘ Oder so: ‚Die Mitglieder sind männlich, die Mitgliederinnen weiblich, aber die meisten aller Mitglieder und Mitgliederinnen sind männlich. Keine der Mitgliederinnen ist männlich.‘ Oder aber: ‚Die mit Glied sind männlich, die ohne Glied sind weiblich, aber es gibt mehr Mitglieder mit Glied als Mitgliederinnen ohne Glied‘.“

Die Lösung war letztendlich naheliegend. Für die Frauenbeauftragte lag auf der Hand, neben der Mitgliedschaft die Ohnegliedschaft einzuführen. „Das macht alles einfacher.“ Tenrumohne atmet erleichtert aus. „Und gerechter!“

 

 

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